Hitzeanpassungspläne für Gesundheit: Sind wir global wirklich vorbereitet? Was wir von verschiedenen Ländern lernen können

02. September 2026 I  News from the Hub ,  14 Klimawandel und Gesundheit  I von : Louisa Bauer, Felice Hellweg, Global Health Hub Germany

In unserer Artikelserie beleuchten wir, wie sich Länder auf eine heißere Zukunft vorbereiten. Im ersten Artikel geben wir einen Überblick über Anpassungsstrategien an Hitze rund um die Welt.

In diesem Sommer dominierte ein Gesundheitsthema die Schlagzeilen: die Auswirkungen extremer Hitze auf die Gesundheit. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen waren die Temperaturen im Juni 2026 in Westeuropa noch nie so hoch wie in diesem Sommer, so die Weltorganisation für Meteorologie (WMO). [1]

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet Hitzewellen als eine der „gefährlichsten Naturgefahren“. [2] Zwischen 2000 und 2019 fielen Schätzungen zufolge jedes Jahr 489.000 Menschen dem „stillen Killer“ zum Opfer, [3] wie extreme Hitze häufig bezeichnet wird. [4] Bestimmte Bevölkerungsgruppen – darunter ältere Menschen, Schwangere, Kleinkinder und Menschen mit chronischen Erkrankungen – sind besonders gefährdet. Dies unterstreicht die dringende Notwendigkeit wirksamer Strategien zur Anpassung an Hitze.

In unserer Artikelserie zum Thema Hitzestress untersuchen wir, wie sich Länder auf eine heißere Zukunft vorbereiten und was auf dem Spiel steht, wenn sie dies nicht tun.

Für den ersten Artikel haben wir eine Karte erstellt, die zeigt, wie gut Länder weltweit auf extreme Hitze vorbereitet sind. Dabei haben wir Hitzeaktionspläne sowie nationale Anpassungspläne für den Gesundheitsbereich berücksichtigt. Für jede WHO-Weltregion haben wir anhand von die Reaktion eines ausgewählten Landes auf die gesundheitlichen Folgen von Hitze genauer untersucht und uns dabei an Best Practice Kriterien orientiert. [5]

Was sind Hitzewellen?

Die WMO bezeichnet Hitzewellen als „eine Ausprägung extremer Hitze“ und definiert sie als eine über mehrere Tage anhaltende Hitzeperiode, in der es auch nachts nicht zu einer ausreichenden Abkühlung kommt. Dadurch wird die Fähigkeit des Körpers eingeschränkt, die tagsüber aufgenommene Wärme wieder abzugeben. [6] Was als Hitzewelle gilt, hängt auch von der jeweiligen Region ab und unterscheidet sich hinsichtlich der Dauer und der Temperaturen. ,[7,8] Im Gegensatz zu Hitzewellen sind Hitzetage durch hohe Temperaturen während der Sonnenstunden gekennzeichnet, während die Temperaturen in der Nacht vergleichsweise kühl bleiben. [9] Eine übermäßige Hitzeexposition kann verschiedene negative gesundheitliche Folgen haben, darunter Hitzestress und hitzebedingte Erkrankungen wie einen Hitzschlag.

Die gesundheitlichen Auswirkungen extremer Hitze

Grundsätzlich beeinträchtigt die Belastung durch extreme Hitze die Fähigkeit des Körpers zur Thermoregulation und kann dadurch den gesamten Organismus negativ beeinflussen. [10,11] Bei moderater Hitze können die wichtigsten Mechanismen des Körpers zur Kühlung beziehungsweise zur Aufrechterhaltung einer optimalen Körpertemperatur – eine erhöhte Durchblutung der Haut und Schwitzen – die Körpertemperatur im Gleichgewicht halten. Sind diese Regulationsmechanismen jedoch überfordert, kann eine übermäßige Hitzeexposition zu Hitzestress führen. Dieser kann sich zu akuten hitzebedingten Erkrankungen wie Hitzeerschöpfung oder Hitzschlag entwickeln. Letzterer ist durch eine Körperkerntemperatur von über 40 °C gekennzeichnet. Bleibt eine betroffene Person unbehandelt, kann extreme Hitzeexposition sogar tödlich enden. Die gesundheitlichen Folgen der Hitzeexposition hängen von ihrer Dauer, Häufigkeit und Intensität sowie von individuellen Faktoren der Vulnerabilität ab:

  • Physiologische Vulnerabilität: Ältere Menschen schwitzen beispielsweise weniger als jüngere Erwachsene. Diese Veränderung erhöht ihr Risiko für hitzebedingte Erkrankungen. Auch Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Personen, die bestimmte Medikamente einnehmen, sowie Schwangere sind durch extreme Hitze stärker gefährdet.
  • Verhaltensbedingte Vulnerabilität: Kinder verbringen beispielsweise deutlich mehr Zeit im Freien und sind dort häufig körperlich aktiv. Zudem befindet sich ihr Thermoregulationssystem noch in der Entwicklung, und ihnen fehlt häufig das Wissen über die Risiken von Hitze und geeignete Maßnahmen zur Abkühlung. Dadurch sind sie besonders gefährdet. Auch Menschen, die im Freien arbeiten, sowie Sportlerinnen und Sportler gehören zu den besonders gefährdeten Gruppen.
  • Sozioökonomische Vulnerabilität: Menschen, die unter prekären Bedingungen leben und keinen oder nur unzureichenden Wohnraum haben, der keinen ausreichenden Schutz vor Hitze bietet, sind den gesundheitlichen Folgen von Hitze stärker ausgesetzt. [12,13,14,15]

Eine übermäßige Hitzeexposition kann außerdem Organsysteme schädigen und bestehende Erkrankungen verschlimmern, insbesondere Herz-, Lungen- und Nierenerkrankungen. Darüber hinaus kann sie sich negativ auf die psychische Gesundheit und den Schlaf auswirken. [16,17,18,19]

Jährlich sterben rund 498.000 Menschen infolge extremer Hitze. Die meisten Todesfälle entfallen auf Asien (~46 %), insbesondere Südasien (~23 %), gefolgt von Europa (~37 %), vor allem Osteuropa (~19 %), den Amerikas (12 %), Afrika (~5 %) und Ozeanien (~1 %). [20]

Neben diesen direkten gesundheitlichen Folgen extremer Hitze beziehungsweise von Hitzewellen kann Hitzeexposition auch indirekte negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Dazu zählen etwa die hitzebedingte Belastung der Gesundheitsinfrastruktur, Probleme bei der Lebensmittel- oder Wassersicherheit sowie hitzebedingte Einbußen bei der Arbeitsproduktivität und die daraus resultierenden Einkommens- und Existenzverluste. [21,22]

Maßnahmen gegen Hitzestress

Als Einzelperson kann man verschiedene Maßnahmen ergreifen, um mit extremer Hitze umzugehen [23,24,25]:

→ Den Körper kühl halten [26]: Das größte Risiko übermäßiger Hitze besteht in einem gesundheitsschädlichen Anstieg der Körperkerntemperatur. Daher ist es entscheidend, den Körper kühl zu halten und eine optimale Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, beispielsweise durch folgende Strategien:

  • Aktivitäten im Freien vermeiden, insbesondere während der heißesten Tageszeiten,
  • sich im Freien im Schatten aufhalten,
  • Wohn- und Arbeitsräume kühl halten,
  • geeignete, hitzegerechte Kleidung tragen,
  • kühl duschen oder baden und die Haut mit Wasser befeuchten,
  • überwiegend kühle Speisen und Getränke zu sich nehmen.

→ Den Körper ausreichend mit Flüssigkeit versorgen: Trinken Sie ausreichend Wasser, um einer Dehydrierung vorzubeugen. Wasser oder andere alkoholfreie, ungesüßte Getränke sollten regelmäßig getrunken werden – auch dann, wenn kein Durstgefühl besteht. Empfohlen werden etwa ein Glas Wasser pro Stunde und mindestens 2–3 Liter pro Tag. Der tatsächliche Bedarf variiert beispielsweise je nach körperlicher Aktivität.

→ Auf Anzeichen einer hitzebedingten Erkrankung bei sich selbst und anderen achten: Es ist wichtig, besonders gefährdete Menschen – etwa ältere Personen und Kinder – sowie Tiere regelmäßig zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie gut mit der Hitze zurechtkommen. In der folgenden Abbildung finden Sie Erste-Hilfe-Tipps dazu, was zu tun ist, wenn jemand unterschiedliche Formen von Hitzestress erlebt. Um weitere indirekte gesundheitliche Folgen der Hitze zu vermeiden, sollten Lebensmittel und Medikamente sachgerecht gelagert werden.

Neben diesen individuellen Maßnahmen, gibt es übergeordnete Maßnahmen, die Regierungen ergreifen können, um ihre Bevölkerung vor den Auswirkungen extremer Hitze zu schützen. Diese gehen über Maßnahmen zur Eindämmung der globalen Erwärmung und des zunehmenden Risikos von Hitzewellen und extremen Temperaturen durch die Bekämpfung des Klimawandels hinaus.

Nationale Anpassungspläne an den Klimawandel (NAP), nationale Anpassungspläne für den Gesundheitsbereich (HNAP) und Hitzeanpassungspläne (HAP)/Hitze-Gesundheitsaktionspläne (HHAP)

Wenn es um Anpassungsstrategien an den Klimawandel und insbesondere an Hitze geht, ist die internationale Landschaft sehr heterogen. Entsprechend vielfältig sind auch die Formen von Anpassungsplänen und -strategien. Damit Sie bei den unterschiedlichen Planungsinstrumenten nicht den Überblick verlieren, haben wir einen Blick in die Forschung geworfen und geben einen Überblick über die verschiedenen Arten von Anpassungsplänen und Leitlinien. Zudem beleuchten wir einige Länderbeispiele genauer.

Auf der 16. Conference of Parties (COP) beschlossen die Länder 2010, einen Prozess zur Entwicklung und Umsetzung Nationaler Anpassungspläne an den Klimawandel (National Adaptation Plans, NAP) einzurichten. Diese Pläne sollen die Vulnerabilität gegenüber dem Klimawandel durch Resilienz und Anpassung verringern. Sie sind nicht mit den national festgelegten Beiträgen (Nationally Determined Contributions, NDC) zu verwechseln, die den Beitrag eines Landes zum Pariser Abkommen von 2016 beschreiben und darauf abzielen, den Anstieg der globalen Temperatur auf 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Die NAPs sollen dazu beitragen, Strategien zur Anpassung an den Klimawandel in politische Maßnahmen, Programme und Aktivitäten zu integrieren. [27] Auf der COP17 wurde die Expertengruppe für die am wenigsten entwickelten Länder (Least Developed Countries Expert Group, LEG) aufgefordert, technische Leitlinien zu erarbeiten. Diese wurden 2012 entwickelt und 2025 aktualisiert. [28]

Dem NAP-Prozess war eine Initiative des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) vorausgegangen, die die Planung von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel in den am wenigsten entwickelten Ländern (LDCs) unterstützen sollte. Im Jahr 2001 wurden die LDCs eingeladen, Nationale Aktionsprogramme zur Anpassung (National Adaptation Programmes of Action, NAPAs) zu entwickeln. Diese befassten sich mit kurzfristigen Anpassungsmaßnahmen, während die NAPs auf die mittel- und langfristige Anpassung ausgerichtet sind. Bei der Entwicklung ihrer NAPs können die LDCs auf ihre Erfahrungen mit den NAPA zurückgreifen. [29] Neben den formalisierten NAPs gibt es auch Nationale Anpassungsstrategien (National Adaptation Strategies, NAS). Dabei handelt es sich um „übergeordnete politische Dokumente, die die Richtung der Maßnahmen vorgeben, in die sich ein Land zur Anpassung an den Klimawandel bewegen will“. Im Vergleich dazu sind NAPs „detailliertere Dokumente, die Orientierung für konkrete geplante Anpassungsmaßnahmen geben“. [30]

Allerdings berücksichtigen viele NAPs gesundheitliche Aspekte möglicherweise nicht ausreichend und bieten politischen Entscheidungsträgern nur unzureichende konkrete Orientierung, wie Untersuchungen aus Südamerika nahelegen. [31] Daher haben einige Länder im Rahmen des NAP-Prozesses spezielle nationale Anpassungspläne für den Gesundheitsbereich (Health National Adaptation Plans, HNAP) eingeführt. Die WHO hat Leitlinien für die Entwicklung von HNAP erstellt. [32] Einige dieser Pläne nennen extreme Hitze oder Hitzewellen als mögliche klimawandelbedingte Gefahren auf nationaler Ebene, beschreiben die gesundheitlichen Auswirkungen extremer Temperaturen und benennen Anpassungsmaßnahmen. Manche enthalten spezifische Maßnahmen gegen Hitze, während andere umfassender auf Anpassungsmaßnahmen an klimawandelbedingte Gefahren abzielen und Hitze als eines von mehreren Beispielen behandeln. Der Umfang und die Detailtiefe dieser Pläne unterscheiden sich erheblich.

Für einen stärker auf Hitze ausgerichteten Ansatz haben mehrere Länder Hitzeaktionspläne auf nationaler, regionaler und/oder lokaler Ebene entwickelt. [33] Eine formale Vorgabe für Struktur, Zielsetzung und Umsetzung gibt es jedoch nicht. Viele Pläne konzentrieren sich auf kurzfristige Vorsorge- und Reaktionsmechanismen gegen die gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze. [34]

Als Reaktion auf die in den vergangenen Jahren steigenden Temperaturen in Europa haben einige europäische Länder sogenannte Hitze-Gesundheitsaktionspläne (Heat-Health Action Plans, HHAP) entwickelt. Sie legen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sowie kurz- und langfristige Anpassungsmaßnahmen gegen extreme Hitze fest. [35] Für die Europäische Region, hat die WHO Leitlinien für Hitze-Gesundheitsaktionspläne entwickelt, die Länder bei der Entwicklung, Stärkung und Umsetzung entsprechender Pläne unterstützen. Eine zweite aktualisierte Ausgabe dieser Leitlinien wurde kürzlich veröffentlicht. Obwohl sie sich auf Europa konzentriert, wird darin anerkannt, dass die Herausforderungen und Ansätze auch für andere Regionen relevant sein können (siehe Abbildung unten). [36]

Die folgende Informationsgrafik gibt einen Überblick über Länder, die Nationale Anpassungspläne an den Klimawandel (NAP), nationale Anpassungspläne für den Gesundheitsbereich (HNAP) oder Hitzeanpassungs-/Hitzeaktionspläne (HAP)/Hitze-Gesundheitsaktionspläne (HHAP) entwickelt haben oder derzeit entwickeln.

Fußnote:

Für eine bessere Übersichtlichkeit weisen wir jedem Land nur eine Kategorie zu. Wenn ein Land einen HAP/HHAP entwickelt hat oder derzeit entwickelt, wird es entsprechend als HAP/HHAP-Land aufgeführt. Dies bedeutet nicht automatisch, dass das Land zusätzlich über einen (H)NAP verfügt. Verfügt ein Land über einen HNAP, jedoch nicht über einen HAP/HHAP, wird es unabhängig davon, ob möglicherweise auch ein NAP vorhanden ist, unter HNAP und nicht unter NAP aufgeführt. Die Grafik bietet somit keinen vollständigen Überblick über alle Arten von Anpassungsplänen, die in den einzelnen Ländern existieren können. Stattdessen stellt sie eine vereinfachte Kategorisierung dar, die veranschaulichen soll, wie gut die Länder auf extreme Hitze vorbereitet sind.

Lokale und regionale HHAPs: Wenn ein Land unter diese Kategorie fällt, ist mindestens ein entsprechender Plan innerhalb des jeweiligen Landes vorhanden. Es bedeutet jedoch nicht, dass eine landesweite Abdeckung mit regionalen/lokalen Plänen gewährleistet ist.

Pläne in Entwicklung: In diesen Ländern gibt es Berichte darüber, dass ein entsprechender Plan im Land erarbeitet wird. Nach unserem Kenntnisstand wurde jedoch noch kein finalisierter Plan veröffentlicht.

HNAPs: Für diese Karte wurden nur eigenständige nationale Anpassungspläne für den Gesundheitssektor als HNAPs berücksichtigt.

Quellen:

NAPs:

HNAPs:

HAPs/HHAPs:

Darüber hinaus wurden die Erkenntnisse aus diesen Quellen durch eine ergänzende Suche in einschlägigen Suchmaschinen erweitert.

Die Daten sollen einen allgemeinen Überblick geben, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wurden nicht nach wissenschaftlichen Methoden analysiert.

Länderbeispiele: Umsetzung bewährter Praktiken in Hitze- und Gesundheitsaktionsplänen

Das Global Heat Health Information Network, die Weltorganisation für Meteorologie (WMO), das UN-Büro für Katastrophenvorsorge (UNDRR) und das Duke Nicholas Institute for Energy, Environment and Sustainability haben die Hitzeanpassungspläne von sechs Ländern (Australien, Kanada, Frankreich, Indien, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten) bewertet. Der Synthesebericht identifiziert bewährte Praktiken und gibt Empfehlungen für die Entwicklung nationaler Rahmenwerke. Dabei wurden sechs übergeordnete Best Practices herausgearbeitet:

  1. Standardisierte nationale Rahmenwerke: einschließlich einer klaren Struktur, die auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene angewendet werden kann.
  2. Klare Rollen und Verantwortlichkeiten auf den verschiedenen Regierungsebenen: Festlegung von Zielen und Vorgaben sowie von Zuständigkeiten, Kommunikationswegen, Zeitrahmen und Koordinierungsmechanismen.
  3. Nachhaltige Finanzierungsmechanismen: Integration von Strategien zur finanziellen Nachhaltigkeit, Finanzierungsquellen sowie die Bewertung von Maßnahmen mit hoher Wirkung.
  4. Nutzung bestehender Pläne und Infrastrukturen für die Umsetzung: beispielsweise von Plänen zur Klimaanpassung und zum Katastrophenmanagement.
  5. Sektorübergreifende Koordinierung: Vernetzung der Aktivitäten aus Bereichen wie Gesundheit, Stadtplanung, Verkehr und weiteren Sektoren für ein inklusives Hitzerisikomanagement.
  6. Kennzahlenbasierte Evaluierung: regelmäßige Überprüfung der Leistungsfähigkeit und des Erfolgs des Plans, einschließlich der Anpassungskapazität, Reaktionszeiten, Ressourcenverteilung und Einbindung der Bevölkerung.[37]

Wir haben die Hitze- und Gesundheitsaktionspläne (HAPs/HHAPs) von Australien, Kanada, Frankreich, Indien, Pakistan und Südafrika analysiert. Dabei haben wir für jede WHO-Weltregion ein Land mit einem HHAP/HAP ausgewählt und Länder bevorzugt, die in der narrativen Analyse zu Fallstudien zur Resilienz gegenüber Hitze [38] sowie in der Bewertung von Hitzeaktionsplänen [39] des Global Heat Health Information Network, des UNDRR und der WMO (2025) berücksichtigt wurden, um ergänzende Informationen einbeziehen zu können.

In Südostasien verfügt ausschließlich Indien über einen Hitze- und Gesundheitsaktionsplan, in Afrika ausschließlich Südafrika. In der östlichen Mittelmeerregion verfügen Pakistan, Saudi-Arabien, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate über entsprechende Aktionspläne. Allerdings verfügt nur Pakistan über einen Plan auf nationaler Ebene. Daher haben wir Pakistan ausgewählt. In der Westpazifikregion verfügen Australien, Brunei, Japan, Neuseeland und Singapur über Hitze- und Gesundheitsaktionspläne. Australien wird in der narrativen Analyse zu Fallstudien zur Resilienz gegenüber Hitze sowie in der Bewertung von Hitzeaktionsplänen des Global Heat Health Information Network, des UNDRR und der WMO (2025) berücksichtigt. Daher haben wir Australien näher untersucht. In der europäischen WHO-Region haben 23 Länder einen HHAP entwickelt, vier weitere befinden sich in der Entwicklung eines solchen Plans. Von den 23 Ländern haben wir uns für Frankreich entschieden, da es innerhalb der Europäischen Union das Land ist, das ebenfalls in der narrativen Analyse zu Fallstudien zur Resilienz gegenüber Hitze und in der Bewertung von Hitzeaktionsplänen untersucht wurde. In der WHO-Region Amerika verfügen sechs Länder über Hitze- und Gesundheitsaktionspläne. Wir haben uns für Kanada entschieden, da das Land sowohl in der narrativen Analyse zu Fallstudien zur Resilienz gegenüber Hitze als auch in der Bewertung von Hitzeaktionsplänen des Global Heat Health Information Network, des UNDRR und der WMO (2025) berücksichtigt wurde und ein „Heat Alert and Response System (HARS)“ als Best Practice etabliert hat.

Diese Länderbeispiele zeigen, dass ein dezentralisierter Ansatz beziehungsweise lokal ausgerichtetes Handeln bei der Umsetzung von Maßnahmen gegen Hitzewellen am besten funktioniert. Auch nationale Warnsysteme spielen bei der Reaktion auf extreme Hitze eine wichtige Rolle. Die größte Herausforderung für viele Länder bleibt jedoch der Mangel an einer klaren Finanzierungsstrategie für Maßnahmen im Bereich Hitze und Gesundheit. Die Maßnahmen werden überwiegend auf lokaler Ebene finanziert; einige Länder kritisieren ausdrücklich das Fehlen spezifischer finanzieller Notfallmittel.

Australien

Nationales Rahmenwerk:

Die Australian National Health and Climate Strategy sieht die Entwicklung eines nationalen Hitze- und Gesundheitsaktionsplans vor. [40] Das Bureau of Meteorology hat jedoch bereits 2022 ein National Heatwave Warning Framework eingeführt. [41] Die sechs Bundesstaaten Australiens haben bereits eigene Pläne entwickelt oder befinden sich derzeit in der Entwicklung solcher Pläne. [42]

Rollen und Verantwortlichkeiten (wie im National Heatwave Warning Framework festgelegt):

Bundesebene:

Das Bureau of Meteorology stellt meteorologische Informationen, Warnungen und Vorhersagen zu Hitzewellen und extremen Wetterbedingungen bereit.

Ebene der Bundesstaaten und Territorien:

Die Regierungen der Bundesstaaten und Territorien sind für den Schutz von Leben, Eigentum und Umwelt sowie für die Entscheidungsfindung in diesen Bereichen verantwortlich.

Die federführenden Behörden in den Bundesstaaten und Territorien unterscheiden sich, umfassen jedoch in der Regel Gesundheitsbehörden, Notfalldienste und meteorologische Einrichtungen.[43] [43]

Hitzeaktionspläne sollten Kommunikationsstrategien, strategische Prioritäten für die Vorbereitung, Reaktion und Erholung nach Hitzewellen sowie Auslöser und Warnmaßnahmen enthalten.

Nachhaltige Finanzierung:

Das National Heatwave Warning Framework enthält keine Angaben zu Finanzierungsmechanismen. Lediglich die Strategien von New South Wales und Western Australia befassen sich mit der Finanzierung. Der Plan für Western Australia weist jedoch darauf hin, dass keine Finanzierung für das Risiko von Hitzewellen zur Verfügung steht. In New South Wales trägt jede Behörde die Kosten für Schulungen und Notfallmaßnahmen; das Finanzministerium von New South Wales kann jedoch zusätzliche Mittel bereitstellen, wenn die Ausgaben dazu führen, dass Behörden ihre regulären Aufgaben nicht mehr wahrnehmen können.

Nachhaltige Finanzierung:

Das National Heatwave Warning Framework enthält keine Angaben zu Finanzierungsmechanismen. Lediglich die Strategien von New South Wales und Western Australia befassen sich mit der Finanzierung. Der Plan für Western Australia weist jedoch darauf hin, dass keine Finanzierung für das Risiko von Hitzewellen zur Verfügung steht. In New South Wales trägt jede Behörde die Kosten für Schulungen und Notfallmaßnahmen; das Finanzministerium von New South Wales kann jedoch zusätzliche Mittel bereitstellen, wenn die Ausgaben dazu führen, dass Behörden ihre regulären Aufgaben nicht mehr wahrnehmen können.

Nutzung bestehender Strategien:

Das National Heatwave Warning Framework bietet Orientierung für die auf Ebene der Bundesstaaten entwickelten Pläne.

Sektorübergreifende Koordinierung:

Der Plan basiert auf der Zusammenarbeit zwischen Regierungsstellen und Behörden der Bundesstaaten und Territorien, Kommunalverwaltungen und spezialisierten Organisationen. Die sektorübergreifende Zusammenarbeit umfasst öffentliche Gesundheit, meteorologische Dienste und Katastrophenschutz. [44]

Kennzahlenbasierte Evaluierung:

Das National Heatwave Warning Framework sieht eine Überprüfung und Nachbesprechung nach einem Ereignis vor, einschließlich der Bewertung aller Aktivitäten innerhalb des gesamten Warnsystems. Diese Überprüfung soll durch den jeweiligen Bundesstaat oder das jeweilige Territorium durchgeführt werden.

Kanada

Nationales Rahmenwerk:

Das Pan-Canadian Framework on Clean Growth and Climate Change [45] umfasst Maßnahmen zur Bewältigung klimabedingter Gesundheitsrisiken wie extremer Hitze. Darüber hinaus unterstützt Health Canada kanadische Kommunen bei der Entwicklung von Heat Alert and Response Systems (HARS). [46] Vier von zehn Provinzen verfügen über eigene HARS, Québec über einen Risikomanagementplan und zwei Provinzen entwickeln derzeit HARS. [47]

Rollen und Verantwortlichkeiten:

Für detailliertere Informationen zu Rollen und Verantwortlichkeiten betrachten wir den Heat Alert and Response System (HARS) Guide von Manitoba aus dem Jahr 2024, der vergleichsweise umfassend ist.

Bundesebene:

Environment and Climate Change Canada und der Meteorological Service of Canada legen Schwellenwerte für Hitzewarnungen fest, überwachen und prognostizieren Hitze, geben offizielle Hitzewarnungen heraus und stellen Wetter- und Klimadaten zur Unterstützung von Vorsorge, Reaktion und Risikominderung bereit.

Die Public Health Agency of Canada koordiniert die Unterstützung des Bundes im Bereich der öffentlichen Gesundheit bei bedeutenden Hitzeereignissen, einschließlich Informationsaustausch, Vorsorge- und Minderungsplanung, Unterstützung bei der Reaktion sowie Evaluierung nach Ereignissen.

Health Canada stellt evidenzbasierte Informationen zu Hitze und Gesundheit, Kommunikationsmaterialien und Best Practices bereit, um die Kommunikation auf Provinzebene, Maßnahmen zur Risikominderung und die Evaluierung nach Ereignissen zu unterstützen.

Provinzebene:

Auf Provinzebene arbeiten die zuständigen Gesundheits-, Katastrophenschutz-, Kommunikations- und Bildungsbehörden bei der Überwachung und Bewältigung extremer Hitzeereignisse zusammen. Zu ihren Aufgaben gehören die Herausgabe von Warnungen, die Koordinierung der Kommunikation, die Information von Gesundheitsdienstleistern und besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen sowie die Unterstützung lokaler Behörden, Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen. Hinzu kommen Maßnahmen zur Risikominderung. Hitzeassoziierte Erkrankungen und Todesfälle werden überwacht; Vorsorge- und Reaktionsmaßnahmen werden regelmäßig evaluiert und zur Aktualisierung des Heat Alert and Response System (HARS) genutzt.

Regionale Ebene:

Regionale Gesundheitsbehörden arbeiten mit lokalen Behörden, Indigenen Gemeinschaften, NGOs und Kommunen zusammen, um die Hitze in Städten zu reduzieren und Maßnahmen für ein gesundes Lebensumfeld zu entwickeln.

Lokale Ebene:

Lokale Behörden und Indigene Gemeinschaften stellen Informationen und Sicherheitshinweise bereit und passen bei Bedarf Dienstleistungen an, beispielsweise durch verlängerte Öffnungszeiten von Freibädern, die Sicherstellung des öffentlichen Zugangs zu kühlen Räumen und Trinkwasserstationen, die Überwachung der Auswirkungen von Hitze auf kritische Infrastruktur sowie die Überprüfung ergriffener Maßnahmen.

Nachhaltiger Finanzierungsmechanismus:

Der HARS-Leitfaden enthält keine Angaben zur Finanzierung; dies gilt auch für die fünf bestehenden Pläne auf Provinzebene.

Nutzung bestehender Strategien:

Die meisten Provinzen haben ihre Strategien im Einklang mit dem kanadischen HARS-Leitfaden entwickelt beziehungsweise entwickeln sie entsprechend weiter.

Sektorübergreifende Koordinierung:

Wie das Beispiel Manitoba zeigt, wird die Reaktion auf Hitze sektorübergreifend entwickelt, unter anderem in den Bereichen Gesundheit, Katastrophenschutz, Kommunikation und Bildung.

Kennzahlenbasierte Evaluierung:

Der HARS-Leitfaden fordert eine Messung und Evaluierung der Leistungsfähigkeit. Diese Evaluierungen können auf Instrumente zurückgreifen, die für die Bewertung von Programmen der öffentlichen Gesundheit entwickelt wurden.

Frankreich

Nationales Rahmenwerk:

Frankreich hat 2017 seinen Nationalen Hitzewellenplan eingeführt, an dessen Entwicklung verschiedene Einrichtungen aus den Bereichen Gesundheitsversorgung und öffentliche Gesundheit, soziale Fürsorge, Zivilschutz, Krisenmanagement, Information und Kommunikation sowie Meteorologie beteiligt waren. [48] 2023 wurde der Plan durch einen Plan zur Bewältigung von Hitzewellen ergänzt.[49] 

Rollen und Verantwortlichkeiten:

Die Maßnahmen zur Bewältigung von Hitzewellen sind in vier Hauptbereiche gegliedert: (1) Vermeidung der Auswirkungen einer Hitzewelle; (2) Schutz der Bevölkerung durch die Umsetzung von Managementmaßnahmen, die an die jeweiligen meteorologischen Warnstufen angepasst sind; (3) Information und Kommunikation; und (4) Auswertung und Nutzung der gewonnenen Erfahrungen.

Bundesebene:

Nationale Behörden stellen die meteorologische und gesundheitliche Überwachungsgrundlage für die Hitzereaktion bereit. Die nationalen Klimaanpassungsmaßnahmen werden vom Ministerium für ökologischen Wandel (Ministry for Ecological Transition) geleitet. Das Gesundheitsministerium steuert während der Hitzesaison die gesundheitliche Bewältigung von Hitzewellen über die verschiedenen Ministerien hinweg [50] und kommuniziert Präventionsempfehlungen und betreibt den nationalen Informationsdienst zu Hitzewellen. Der französische Wetterdienst Météo-France veröffentlicht zweimal täglich Informationen zur Hitzewarnstufe, während die nationale Gesundheitsbehörde die gesundheitlichen Auswirkungen überwacht.

Regionale Ebene:

Regionale Gesundheitsbehörden koordinieren die Vorbereitung des Gesundheitswesens, überwachen die Versorgungskapazitäten und passen die Organisation der Versorgung an die Nachfrage an. Außerdem übernehmen sie die regionale beziehungsweise lokale Kommunikation, während regionale Météo-France-Büros den Gesundheits- und Notfallbehörden spezifische Informationen zur Hitze bereitstellen.

Departementebene:

Präfekten setzen die nationale Strategie über Hitzewellenpläne auf Departementebene um, beispielsweise im Rahmen des ORSEC-Systems (Organisation de la Réponse de Sécurité Civile), koordinieren die relevanten Einrichtungen und Organisationen und stellen Maßnahmen zum Schutz besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen sicher, darunter Unterbringung, Tagesangebote, aufsuchende Betreuung und soziale Begleitung. Darüber hinaus koordinieren sie Präventionsmaßnahmen für Kinder und andere vulnerable Gruppen.

Lokale Ebene:

Kommunen, soziale Einrichtungen und Pflegedienste, Verbände, Kinderbetreuungseinrichtungen und Arbeitgeber sorgen vor Ort für einen gezielten Schutz – etwa durch die Identifizierung besonders gefährdeter Personen, die Aufrechterhaltung von Kontakten und aufsuchender Betreuung, die Bereitstellung von Kühlmöglichkeiten und Unterstützung wie städtischen Kühlinseln, die Vorbereitung von Einrichtungen und den Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die extremer Hitze ausgesetzt sind.

Nachhaltiger Finanzierungsmechanismus:

Der aktualisierte Hitzewellen-Managementplan weist darauf hin, dass der grüne Fonds (fonds vert), ein staatliches Förderprogramm, finanzielle Unterstützung für Begrünungs- und Renaturierungsprojekte sowie für Maßnahmen gegen städtische Hitzeinseln bereitstellt. Der Plan enthält jedoch keine weiteren Informationen zu Finanzierungsmechanismen.

Nutzung bestehender Strategien:

Nach der tödlichen Hitzewelle von 2003 entwickelte Frankreich ein System zur Bewältigung von Hitzewellen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Entwicklung des Hitzewellenaktionsplans von 2017 und dessen anschließende Aktualisierung ein.

Sektorübergreifende Koordinierung:

Der Plan gibt Hinweise für eine sektorübergreifende Reaktion auf Hitze, unter anderem in den Bereichen Regierung, Meteorologie, Gesundheit, Kommunikation und Bildung, mit einem Fokus auf unterschiedliche besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen. Frankreich setzt außerdem auf öffentlich-private Partnerschaften, beispielsweise mit Wasser- und Energieunternehmen wie Electricité de France (EDF). NGOs, darunter das Französische Rote Kreuz, unterstützen lokale Regierungen; zudem bestehen internationale Kooperationen mit der WHO und der EU.

Kennzahlenbasierte Evaluierung:

Nach einer Hitzewelle oder einer Phase extremer Hitze wird auf nationaler Ebene unter Beteiligung aller relevanten Akteure eine Nachbereitung durchgeführt. Sie basiert auf Informationen, die auf lokaler und regionaler Ebene erhoben wurden. Die hitzebedingte Sterblichkeit in Frankreich ist seit 2003 deutlich zurückgegangen; auch die Wirkung von Informations- und Sensibilisierungskampagnen konnte nachgewiesen werden.

Indien

Nationales Rahmenwerk:

Das indische Ministry of Health and Family Welfare (MoHFW) hat 2021 den National Action Plan on Heat Related Illnesses [51] eingeführt. Über die nationale Orientierung hinaus ist die Reaktion auf Hitzestress dezentral organisiert. Konkrete lokale Pläne existieren in mindestens 14 Bundesstaaten und Unionsterritorien sowie in 39 Städten und Distrikten. [52]

Rollen und Verantwortlichkeiten:

Der National Action Plan on Heat Related Illnesses bietet Leitlinien für die Behandlung hitzebedingter Erkrankungen auf Ebene der primären und tertiären Gesundheitsversorgung sowie spezifische Leitlinien für Kinder. Eine übergreifende Orientierung für Akteure außerhalb des Gesundheitssektors und auf Bundesebene fehlt jedoch.

Dennoch finden sich Hinweise zu den Rollen und Verantwortlichkeiten von Behörden außerhalb des Gesundheitssektors in den Plänen der Bundesstaaten. Für die nachfolgende Darstellung der Rollen und Verantwortlichkeiten wurde zusätzlich der Delhi Heat Action Plan (2025) berücksichtigt. [53]

Bundesebene:

Der Delhi-Plan sieht vor, dass das indische Wetteramt (India Meteorological Department, IMD) Hitzewellenprognosen, Warnungen und nach Distrikten aufgeschlüsselte Temperaturinformationen bereitstellt und damit die rechtzeitige Aktivierung der Maßnahmen sowie die Bewertung nach der Hitzesaison unterstützt. Das IMD verfügt über ein „fünftägiges probabilistisches Frühwarnsystem für Hitze“ sowie eine saisonale Prognose. [54]

Das National Centre for Disease Control (NCDC) des Ministry of Health and Family Welfare ist für den Kapazitätsaufbau im Gesundheitssystem verantwortlich. [55]

Bundesstaatsebene:

Der nationale Aktionsplan enthält einen Krankenhausvorsorgeplan als Rahmen für die Vorbereitung, Umsetzung, Koordinierung und Evaluierung von Maßnahmen zur Reaktion auf extreme Hitze in Gesundheitseinrichtungen der Bundesstaaten.

Die Regierung von Delhi koordiniert die Reaktion auf Hitze über den zuständigen Nodal Officer und die relevanten Ressorts. Sie verschärft Warnstufen, beruft Behörden zusammen, gewährleistet die Kommunikation und überwacht die sektorale Vorbereitung und Reaktion in den Bereichen Gesundheit, Arbeit, Bildung, Verkehr, Wasser, Energie, Notfalldienste und öffentliche Information.

Lokale Ebene:

Der nationale Plan stellt für die primäre Gesundheitsversorgung (PHC) einen detaillierten Ablauf bereit, der beschreibt, wie eine betroffene Person abgekühlt, ihr Zustand überwacht und sie in ein nahegelegenes Krankenhaus überwiesen werden soll. Außerdem enthält er eine Übersicht über Risikofaktoren. Der Plan enthält zudem spezifische Leitlinien für Kinder, die während der Sommersaison Sport treiben.

Für Krankenhäuser, spezialisierte medizinische Versorgungseinrichtungen und andere Gesundheitsdienstleister auf tertiärer Versorgungsebene bietet der nationale Plan einen detaillierten Ablauf für die Behandlung von Hitzschlag in der Notaufnahme – sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Dieser reicht von der Triage, der Sicherstellung von Atmung und Notfalldiagnostik über Schutz- und Kühlmaßnahmen bis hin zur engmaschigen Überwachung von Temperatur, Vitalzeichen und möglichen Komplikationen.

Distrikt- und Kommunalbehörden in Delhi setzen lokale Maßnahmen um: Sie identifizieren besonders gefährdete Gebiete und Bevölkerungsgruppen, verbreiten Warnungen, stellen Wasser, Schatten, Unterkünfte und Kühlmöglichkeiten bereit, koordinieren Notfall- und Gesundheitsdienste und überwachen die lokalen Auswirkungen. Gemeinschaftsgruppen und NGOs unterstützen die direkte Ansprache und den Schutz besonders gefährdeter Bewohnerinnen und Bewohner.

Nachhaltiger Finanzierungsmechanismus:

Der nationale Plan sieht vor, dass PHC, Community Health Centers (CHC) und Distriktkrankenhäuser (DH)/medizinische Hochschulen (MC) die Verfügbarkeit von Mitteln sicherstellen sollen. Auf Bundesebene stehen jedoch keine zweckgebundenen Mittel zur Verfügung. Auf Ebene der Bundesstaaten verfügen fünf der 14 bestehenden Pläne über eine Finanzierungsstrategie.[56]

Nutzung bestehender Strategien:

Der nationale Plan baut auf den 2015 vom MoHFW verabschiedeten Guidelines on Prevention and Management of Heat Related Illnesses auf und ergänzt diese um ein zusätzliches Kapitel zu hitzebedingten Erkrankungen (HRI) bei Kindern, einen Krankenhausvorsorgeplan, neue Formate zur Überwachung sowie Standardarbeitsanweisungen und Leitlinien zur Untersuchung vermuteter Todesfälle durch hitzebedingte Erkrankungen.

Sektorübergreifende Koordinierung:

Während der nationale Plan ausschließlich den Gesundheitssektor adressiert, beziehen die Pläne der Bundesstaaten verschiedene Akteure von der lokalen bis zur nationalen Ebene und aus unterschiedlichen Sektoren ein, darunter Gesundheit, Arbeit, Bildung, Verkehr, Wasser, Energie, Notfalldienste und öffentliche Information.

Kennzahlenbasierte Evaluierung:

Der nationale Plan erhebt und bündelt jährlich Daten zu hitzebedingten Erkrankungen aus 17 besonders hitzegefährdeten Bundesstaaten. Im Laufe der Jahre sind hitzebedingte Erkrankungen und Todesfälle zurückgegangen. [57] Auch der Plan für Delhi umfasst Feedbackmechanismen, epidemiologische Fallanalysen hitzebedingter Todesfälle sowie eine Überprüfung der Umsetzung des Hitzewellenaktionsplans und dessen Überarbeitung nach der Hitzesaison.

Pakistan

Nationales Rahmenwerk:

Die pakistanische nationale Katastrophenschutzbehörde hat 2024 Heatwave Guidelines [58] entwickelt. Diese Leitlinien fördern die Entwicklung umfassender Notfallpläne zur Bewältigung von Hitzewellen auf Provinz- und lokaler Ebene, einschließlich Protokollen für Hitzewarnungen, Kühlzentren und Strategien zur Information und Einbindung der Öffentlichkeit. Bislang verfügen die Provinzen Punjab (2026) [59] und Khyber Pakhtunkhwa (2022) [60] über spezifische Hitzewellenpläne.

Rollen und Verantwortlichkeiten:

Die pakistanischen Heatwave Guidelines legen konkrete Rollen und Verantwortlichkeiten von der individuellen bis zur staatlichen Ebene fest. Die konkreten zuständigen Behörden auf Regierungsebene werden jedoch nicht benannt.

Bundesebene:

Die nationale Katastrophenschutzbehörde und die Bundesregierung sowie Wissenschaft, NGOs, Entwicklungsorganisationen, humanitäre Organisationen und die Medien tragen zur Vorbereitung auf Hitzewellen, zur Reaktion und zur Wiederherstellung bei. Ihr Ziel ist es, die nationale Resilienz gegenüber Hitzewellen durch Risikobewertung und Monitoring, rechtzeitige Warnungen, nationale Notfallkoordinierung sowie Mobilisierung und Verteilung von Ressourcen zu stärken.

Die Behörden sollen Hitzewellenpolitiken und -leitlinien entwickeln, sich mit Provinz- und Lokalbehörden abstimmen, Kapazitäten für Gesundheitsversorgung und Notfallmaßnahmen sicherstellen sowie Schulungen, öffentliche Sensibilisierung und die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften unterstützen. Wissenschaft, NGOs und Entwicklungspartner leisten Forschungs-, finanzielle und technische Unterstützung, beispielsweise durch Interessenvertretung und Kapazitätsaufbau. Humanitäre Organisationen unterstützen besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen, während die Medien Warnungen und Informationen zur Sicherheit bei Hitze verbreiten. Sie stellen zeitnahe Informationen bereit und geben den Stimmen der Bevölkerung Gehör.

Gebiets- und Provinzebene:

Spezialisierte Behörden für Katastrophenschutz, Militär, Strafverfolgung und die Provinzregierung sollen Notfallpläne für Hitzewellen entwickeln, einschließlich Hitzewarnungen, Sicherheitsplänen und Strategien zur Information und Einbindung der Öffentlichkeit.

Ziel ist es, die Resilienz gegenüber Hitzewellen in städtischen Gebieten zu erhöhen, etwa durch die Einrichtung von Kühlzentren und städtischen Grünflächen, die Identifizierung besonders gefährdeter Gebiete und die Steuerung des Verkehrs; in Gesundheitseinrichtungen durch die Ausstattung mit medizinischen Hilfsmitteln und Kühlmöglichkeiten; sowie für Einzelpersonen durch die Einschränkung von Aktivitäten im Freien, die Unterstützung besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen und die Beratung von Landwirten zur Verringerung der Auswirkungen von Hitzewellen.

Die Behörden sollen das Bewusstsein für die Risiken von Hitzewellen erhöhen, Ressourcen bereitstellen, Schulungen für lokale Notfallteams organisieren und eine wirksame Koordinierung zwischen Kommunen und Gemeinschaften sicherstellen.

Lokale Ebene:

Lokale Gemeinschaften sollen in öffentlichen Gebäuden Kühlzentren einrichten. Gemeinschaftsorganisationen können Aufklärungs- und Unterstützungsprogramme organisieren, Ventilatoren und Wasser verteilen, den Transport zu Kühlzentren organisieren und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für regelmäßige Gesundheitskontrollen koordinieren oder Unterstützungsaufgaben übertragen. Der Plan richtet sich auch an Haushalte und Einzelpersonen.

Nachhaltiger Finanzierungsmechanismus:

Der Plan nennt die Finanzierung von Projekten zum Aufbau von Resilienz als Aufgabe von Entwicklungsorganisationen und der Bundesregierung. Letztere soll Mittel für die Vorbereitung auf Hitzewellen sowie für Reaktions- und Wiederherstellungsmaßnahmen bereitstellen.

Nutzung bestehender Strategien:

Der Plan baut auf nationalen und internationalen Best Practices zur Bewältigung von Hitzewellen auf.

Sektorübergreifende Koordinierung:

Der Plan bezieht verschiedene Akteure von der lokalen bis zur nationalen Ebene und aus unterschiedlichen Sektoren ein, darunter Militär/Polizei, Wissenschaft, Katastrophenschutz und Politik.

Kennzahlenbasierte Evaluierung:

Eine Evaluierung wird nicht erwähnt; lediglich erwartete Auswirkungen nach der Umsetzung des Plans werden prognostiziert.

Südafrika

Nationales Rahmenwerk:

Seit 2020 verfügt Südafrika über einen spezifischen Leitfaden für den Gesundheitssektor zur Planung im Umgang mit extremer Hitze. [61] Dieser nationale Leitfaden „richtet sich an die Gesundheitsministerien der Provinzen, die Gesundheitsdienste auf Distriktebene und die Kommunen und soll sie bei der Entwicklung, Umsetzung und Verbesserung von Heat Health Action Plans unterstützen“. Die neun Provinzen Südafrikas verfügen nicht über eigene Pläne.

Rollen und Verantwortlichkeiten:

Der Gesundheitssektor übernimmt auf nationaler, Provinz- und lokaler Ebene die Federführung beim Heat Health Action Plan und muss sich mit den relevanten Ressorts, Akteuren und Institutionen abstimmen.

Bundesebene:

Innerhalb des Department of Health übernimmt Environmental Health and EMS (Disaster Management) die Leitung des Plans. Auf nationaler und internationaler Ebene sind die wichtigsten Kooperationspartner der South African Weather Service (SAWS), der South African Medical Research Council (SAMRC), der Council for Scientific and Industrial Research (CSIR) sowie Hochschulen und andere Einrichtungen der höheren Bildung.

Provinz-/Kommunalebene:

Die Provinzen und Kommunen sollen auf Grundlage der nationalen Leitlinien Hitze- und Gesundheitspläne entwickeln. Sogenannte Environmental Health Practitioners (EHPs) fungieren als Schnittstelle zwischen den Gemeinschaften und der Bundesregierung. Sie können zur Entwicklung lokaler Strategien beitragen und besonders gefährdete Gemeinschaften unterstützen, benötigen dafür jedoch zusätzliche Schulungen.

Lokale Ebene:

Bildung und Sensibilisierung der Bevölkerung sollen durch gemeindebasierte aufsuchende Teams, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeentwicklung sowie kommunale Gesundheitshelferinnen und -helfer unterstützt werden. Diese sollen so geschult werden, dass sie die richtigen Informationen vermitteln und notwendige Maßnahmen zur Unterstützung besonders gefährdeter Gruppen ergreifen können.

Nachhaltiger Finanzierungsmechanismus:

Finanzierungsmechanismen werden nicht beschrieben.

Nutzung bestehender Strategien:

Das Dokument beschreibt, wie die Leitlinien in bestehende Rechtsvorschriften integriert werden. Darüber hinaus beschreibt das Dokument die Nutzung bestehender Systeme und die Verknüpfung mit allgemeinen Katastrophenschutzplänen als allgemeines Prinzip der Notfallreaktion auf Hitze und gesundheitliche Folgen. Als Beispiel für die Nutzung bestehender Instrumente werden die vom South African Weather Service entwickelten Heat-Health Warning Systems genannt.

Sektorübergreifende Koordinierung:

Die Beteiligung von der nationalen bis zur lokalen Ebene wird beschrieben. Der Plan sieht einen behördenübergreifenden und sektorübergreifenden Ansatz als allgemeines Prinzip der Notfallreaktion auf Hitze und gesundheitliche Folgen vor. „Die Umsetzung des Plans erfolgt auf Provinz- und lokaler Ebene unter Aufsicht der nationalen Ebene. Die Pläne sollten entsprechend der jeweiligen Verwaltungsebene in die Katastrophenschutzpläne aufgenommen werden, daher ist die Einbindung der Distrikte erforderlich.“

Kennzahlenbasierte Evaluierung:

Der Plan betont ausdrücklich die Notwendigkeit, die gesundheitlichen Auswirkungen extremer Hitze während entsprechender Perioden zu überwachen, aber auch regelmäßig erhobene Daten zu den Inputs und Outputs des Hitze- und Gesundheitsaktionsplans zu erfassen und auszuwerten.

Quellen

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[2] WHO (n.d.). Heatwaves.

[3] Zhao Q, Guo Y, Ye T et al. (2021). Global, regional, and national burden of mortality associated with non-optimal ambient temperatures from 2000 to 2019: a three-stage modelling study

[4] The Lancet Planetary Health, 5, e415-e425.

[5] World Meteorological Organization (2026, July 9). Western Europe has hottest June on record.

[6] Global Heat Health Information Network, UNDRR, WMO (2025). An Assessment of Heat Action Plans: Global standards, good practices and partnerships.

[7] WMO (2026). Extreme heat.

[8] WMO (2026). Extreme heat.

[9] Global Heat Health Information Network (2026). Understanding Heatwaves: Beyond Extreme Temperatures.

[10] Global Heat Health Information Network (2026). Understanding Heatwaves: Beyond Extreme Temperatures.

[11] Xu J, Wang Q, Anikeeva O, Zhu P, Bi P, Huang C et al. (2025). Effects of extreme heat on physiology, morbidity, and mortality under climate change: mechanisms and clinical implications, BMJ.

[12] USAID (2019). Heat Waves and Human Health. Emerging evidence and experience to inform risk management in a warming world. Technical Report.

[13] Xu J, Wang Q, Anikeeva O, Zhu P, Bi P, Huang C et al. (2025). Effects of extreme heat on physiology, morbidity, and mortality under climate change: mechanisms and clinical implications.BMJ.

[14] USAID (2019). Heat Waves and Human Health. Emerging evidence and experience to inform risk management in a warming world. Technical Report.

[15] Ebi K, Capon A, Berry P et al. (2021). Hot weather and heat extremes: health risks.The Lancet, 398, 698-708.

[16] Global Heat Health Information Network (2026). Extreme heat is an urgent and growing threat to human health, exacerbated by the escalating effects of climate change.

[17] Xu J, Wang Q, Anikeeva O, Zhu P, Bi P, Huang C et al. (2025). Effects of extreme heat on physiology, morbidity, and mortality under climate change: mechanisms and clinical implications.BMJ.

[18] USAID (2019). Heat Waves and Human Health. Emerging evidence and experience to inform risk management in a warming world. Technical Report.

[19] Ebi K, Capon A, Berry P et al. (2021). Hot weather and heat extremes: health risks.The Lancet, 398, 698-708.

[20] Romanello M, Walawender M, Hsu S et al. (2025). The 2025 report of the Lancet Countdown on health and climate change: climate change action offers a lifeline. The Lancet, 2025; 406, 2804-2857.

[21] Zhao Q, Guo Y, Ye T et al. (2021). Global, regional, and national burden of mortality associated with non-optimal ambient temperatures from 2000 to 2019: a three-stage modelling study

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[23] WHO (2026). Heat Health Action Plans. Guidance.

[24] SZEWCZYK, W., MONGELLI, I. and CISCAR MARTINEZ, J.C. (2025). Climate change, heat stress and labour productivity. A regional European assessment, Publications Office of the European Union, Luxembourg.

[25] WHO (2026). Heat and health

[26] European Commission (2026). Factsheet - Stay safe in the heat: 10 tips to protect your health

[27] National Health Services (2026). Heatwave: how to cope in hot weather

[28] Global Health Information Network (2026). Manage and Adapt to Heat in the Body.

[29] United Nations Climate Change (n.d.). National Adaptation Plans.

[30] United Nations Climate Change (2025). The NAP Technical Guidelines. Updated technical guidelines for the process to formulate and implement national adaptation plans. Bonn.

[31] NAP Global Network (2020). The National Adaptation Plan (NAP) Process: Frequently Asked Questions.

[32] EEA (2013). Report No. 3. Adaptation in Europe. Addressing risks and opportunities from climate change in the context of socio-economic developments, p. 68.

[33] Paz-Soldán VA et al. (2023). A critical analysis of national plans for climate adaptation for health in South America. Lancet Regional Health – Americas.

[34] WHO (2021). Quality criteria for health national adaptation plans. Geneva.

[35] Global Heat Health Information Network (2026). Heat Action Plans and Case Studies.

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[37] European Environment Agency (n.d.). Heat-health action plans.

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[37] Global Heat Health Information Network, UNDRR, WMO (2025). An Assessment of Heat Action Plans: Global standards, good practices and partnerships.

[38] Global Heat Health Information Network, UNDRR, WMO (2025). Narrative Analysis: Case studies in heat resilience.

[39] Global Heat Health Information Network, UNDRR, WMO (2025). An Assessment of Heat Action Plans: Global standards, good practices and partnerships.

[40] Action 6.1 (S. 86), Australian Government – Department of Health and Aged Care. National Health and Climate Strategy (2023). 

[41] Bureau of Meteorology. National Heatwave Warning Framework (2022). 

[42] In New South Wales: NSW Climate Change Adaptation Plan 2025–2029 (2024) und ein State Heatwave Subplan (2023); Victoria bereitet derzeit Adaptation Action Plans 2027–2031 vor; Human Health and Wellbeing Climate Change Adaptation Plan for Queensland (2018) mit einem Heatwave Management Sub-plan (2025); in Western Australia der Heatwave State Hazard Plan (2025); in South Australia die SA Health Extreme Heat and Heatwave Strategy (2024) sowie die Strategie Heatwave Ready Tasmania (2016).

[43] Global Heat Health Information Network, UNDRR, WMO (2025). Narrative Analysis: Case studies in heat resilience. 

[44] Global Heat Health Information Network, UNDRR, WMO (2025). Narrative Analysis: Case studies in heat resilience.

[45] Canadian Government (2016). Pan-Canadian Framework on Clean Growth and Climate Change. 

[46] : https://www.canada.ca/content/dam/hc-sc/migration/hc-sc/ewh-semt/alt_formats/pdf/pubs/climat/response-intervention/response-intervention-eng.pdf

[47] Ontario (2023), New Brunswick (o. J.), Manitoba (2024), Nova Scotia (o. J.) und British Columbia (2026) haben bereits HARS entwickelt. Québec hat einen Risk Management Plan – Overwhelming or Extreme Heat (2024) entwickelt. Prince Edward Island (2026) hat Beteiligungsveranstaltungen zur Entwicklung eines HARS durchgeführt. Saskatchewan und Alberta verfügen noch nicht über HARS, stellen jedoch Informationen zu extremer Hitze auf ihren Regierungswebsites bereit.

[48] République Française (2017). PLAN NATIONAL CANICULE. 

[49] Ministère de la Transition écologique et de la Cohésion des territoires (2023). Plan de gestion des vagues de chaleur. 

[50] Global Heat Health Information Network, UNDRR, WMO (2025). Narrative Analysis: Case studies in heat resilience. 

[51] Ministry of Health and Family Welfare (2021). National Action Plan on Heat Related Illnesses. 

[52] Global Heat Health Information Network. (o. J.). Heat Action Plans and Case Studies. [zuletzt abgerufen im August 2026]

[53] Delhi Disaster Management Authority (2025). Delhi Health Action Plan. 

[54] Global Heat Health Information Network, UNDRR, WMO (2025). Narrative Analysis: Case studies in heat resilience.

[55] Global Heat Health Information Network, UNDRR, WMO (2025). Narrative Analysis: Case studies in heat resilience.

[56] In den Plänen von Himachal Pradesh, Karnataka, Odisha, Tamil Nadu und Telangana werden Finanzierungsverantwortlichkeiten genannt.

[57] Global Heat Health Information Network, UNDRR, WMO (2025). Narrative Analysis: Case studies in heat resilience.

[58] National Disaster Management Authority of Pakistan (2024). Heatwave Guidelines.

[59] Government of the Punjab – Environment Protection and Climate Change Department (2026). A Climate Governance Instrument for Preparedness and Response in Punjab. 

[60] Government Khyber Pakhtunkhwa – Relief, Rehabilitation and Settlement Department. Khyber Pakhtunkhwa Heat Wave Action Plan 2022. 

[61] Republic of South Africa – Department of Health (2020). National Heat Health Action Guidelines. 

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